{"id":62,"date":"2017-01-05T15:28:40","date_gmt":"2017-01-05T15:28:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.veraholz.ch\/?p=62"},"modified":"2021-08-19T12:53:43","modified_gmt":"2021-08-19T10:53:43","slug":"schicksalhafte-begegnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wort-reich.ch\/?p=62","title":{"rendered":"Schicksalhafte Begegnung"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-main\">\r\n\t\t\t<div  class=\"dslc-modules-section \" style=\"margin-bottom:100px;padding-top:0px;padding-bottom:0px;\" data-section-id=\"ddcbedf59ed\">\r\n\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t<div class=\"dslc-modules-section-wrapper dslc-clearfix\"><div  class=\"dslc-modules-area dslc-col dslc-12-col dslc-last-col dslc-valign- \" data-size=\"12\" data-valign=\"\" data-modules-area-id=\"\" ><style type=\"text\/css\" id=\"dslca-modules-area-\"><\/style>\r\n\t\t<div id=\"dslc-module-69876ae1d25\" class=\"dslc-module-front dslc-module-DSLC_TP_Title dslc-in-viewport-check dslc-in-viewport-anim-none  dslc-col dslc-12-col dslc-last-col  dslc-module-handle-like-regular \" data-module-id=\"69876ae1d25\" data-module=\"DSLC_TP_Title\" data-dslc-module-size=\"12\" data-dslc-anim=\"none\" data-dslc-anim-delay=\"\" data-dslc-anim-duration=\"650\"  data-dslc-anim-easing=\"ease\" data-dslc-preset=\"none\" >\r\n\r\n\t\t\t\r\n\t\t\t\r\n\t\t\r\n\t<div class=\"dslc-tp-title\">\r\n\t\t\t\t\t<div class=\"dslc-tp-title\"><h1>Schicksalhafte Begegnung<\/h1><\/div>\r\n\t\t\t<\/div>\r\n\r\n\t\r\n\t\t\t\t<\/div><!-- .dslc-module -->\r\n\t\t\r\n\t\t<div id=\"dslc-module-e1d5148467e\" class=\"dslc-module-front dslc-module-DSLC_TP_Thumbnail dslc-in-viewport-check dslc-in-viewport-anim-none  dslc-col dslc-12-col dslc-last-col  dslc-module-handle-like-regular \" data-module-id=\"e1d5148467e\" data-module=\"DSLC_TP_Thumbnail\" data-dslc-module-size=\"12\" data-dslc-anim=\"none\" data-dslc-anim-delay=\"0\" data-dslc-anim-duration=\"650\"  data-dslc-anim-easing=\"ease\" data-dslc-preset=\"none\" >\r\n\r\n\t\t\t\r\n\t\t\t\r\n\t\t\r\n\t\t\t<div class=\"dslc-tp-thumbnail\">\r\n\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img width=\"4237\" height=\"2814\" src=\"https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-post-image\" alt=\"\" title=\"uyuvm0xcqma-samuel-zeller\" srcset=\"https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller.jpg 4237w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-263x174.jpg 263w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-360x238.jpg 360w, https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller-272x182.jpg 272w\" sizes=\"(max-width: 4237px) 100vw, 4237px\" \/>\t\t\t\t\r\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\r\n\r\n\t\t\r\n\t\t\r\n\t\t\t\t<\/div><!-- .dslc-module -->\r\n\t\t\r\n\t\t<div id=\"dslc-module-60e77eb73f8\" class=\"dslc-module-front dslc-module-DSLC_TP_Content dslc-in-viewport-check dslc-in-viewport-anim-none  dslc-col dslc-12-col dslc-last-col  dslc-module-handle-like-regular \" data-module-id=\"60e77eb73f8\" data-module=\"DSLC_TP_Content\" data-dslc-module-size=\"12\" data-dslc-anim=\"none\" data-dslc-anim-delay=\"\" data-dslc-anim-duration=\"650\"  data-dslc-anim-easing=\"ease\" data-dslc-preset=\"content\" >\r\n\r\n\t\t\t\r\n\t\t\t\r\n\t\t\t\t<div class=\"dslc-tp-content\">\r\n\t\t\t<div id=\"pl-62\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-62-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-62-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-62-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n\t<h6>Ich sitze im Zug auf dem Weg zu meiner Schwester. Die letzten Tage waren anstrengend und ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass ich noch die Zeit finden w\u00fcrde, um zu ihr zu reisen. Es schneit schon seit Stunden und inzwischen sieht die Landschaft, die an dem verschmierten Zugfenster vorbeihuscht, aus wie in einem M\u00e4rchen. Alles so sch\u00f6n weiss und friedlich. Ich denke an meine Kindheit, als wir Kinder immer aus diesem sch\u00f6nen Schnee, zusammen mit Papa, einen Schneemann gebaut haben. Sch\u00f6ne Erinnerungen an meinen Vater. Und nun, bei dem j\u00e4hrlichen Familientreffen bei meiner Schwester, wird er nicht mehr dabei sein.<\/h6>\n<h6>Immer mehr Leute steigen in mein Zugabteil, sie sind in fr\u00f6hlicher Stimmung und wir kommen ins Gespr\u00e4ch. Sie erz\u00e4hlen mir von geselligen Festtagen, die sie zusammen mit Familie und Freunden verbracht haben und dass sie jetzt wieder auf dem Weg nach Hause sind. Nur ich hatte zu tun die letzten Tage und komme nun erst zur Ruhe.<\/h6>\n<h6>Von Station zu Station werden es weniger Menschen im Abteil, bis schlussendlich nur noch ich und ein \u00e4lterer Herr \u00fcbrigbleiben. Er liest seine Zeitung und ich bin wieder in meine Gedanken vertieft, als pl\u00f6tzlich der Zug langsamer wird und dann ganz stehen bleibt. Ich ziehe mir den Mantel an und packe meine Tasche, um auszusteigen und nachzusehen was los ist. Ich \u00f6ffne die T\u00fcr und sehe vor mir nur dichtes Schneetreiben, keine Menschenseele weit und breit. Trotzdem steige ich ganz aus. Ich versuche mich zu orientieren. Ist hier ein Bahnhof? Dann ruckt der Zug hinter mir an und f\u00e4hrt los. \u201eHalt, Halt! Ich muss noch mit!\u201c Doch der Lokomotivf\u00fchrer h\u00f6rt und sieht mich nicht in diesem Schneegest\u00f6ber. Ich versuche noch aufzuspringen, aber der Zug f\u00e4hrt bereits zu schnell.Dann sehe ich nur noch die roten Lichter des Zugs verschwinden. Nun stehe ich hier, in einer verlassenen Gegend. Was soll ich tun?<\/h6>\n<h6>Ich stapfe durch den Schnee, immer an den Gleisen entlang. Pl\u00f6tzlich sehe ich den alten Mann von vorhin wieder. Auch er ist ausgestiegen. Ich beschleunige meine Schritte, um ihn einzuholen. Schliesslich stehe ich neben ihm und er sieht mich an. Er ist dick eingepackt und hat seinen Hut tief ins Gesicht gezogen. \u201eHallo, sind Sie auch zu fr\u00fch aus dem Zug gestiegen? Wissen Sie in welcher Gegend wir uns hier befinden?\u201c Der alte Mann antwortet mir nicht, er sieht mir nur tief in die Augen und l\u00e4uft schliesslich weiter. Ich folge ihm, auch wenn ich nicht verstehe, wieso genau. Vielleicht, so meine leise Hoffnung, weiss er, wie wir zum n\u00e4chsten Dorf oder sogar in die n\u00e4chste Stadt gelangen. Er wirkt auf mich so zielstrebig. Ich bin froh nicht mehr alleine laufen zu m\u00fcssen und erz\u00e4hle ihm von meinen letzten Tagen.<\/h6>\n<h6>Es sprudelt nur so aus mir heraus. \u201eWissen Sie, ich arbeite im Krankenhaus und musste \u00fcber die Festtage arbeiten. Es gab viel zu tun und dann starb, einen Tag vor Heilig Abend, auch noch mein Vater. Ich weiss, er war bereits alt und nicht mehr ganz fit. Aber sein Tod kam sehr pl\u00f6tzlich. Viel zu unerwartet f\u00fcr mich.\u201c \u201eIch weiss\u201c, sagt der alte Mann. Das verwirrt mich und ich schweige. Auch er bleibt ruhig und weicht pl\u00f6tzlich vom Weg ab. Er f\u00fchrt mich \u00fcber ein Bahn\u00fcbergang zu einem Parkplatz, auf dem ein Auto steht. \u201eIst das Ihres?\u201c Er nickt. Ohne ein Wort zu sagen, \u00f6ffnet er mir die T\u00fcr zum Beifahrersitz und ich steige ein. Er setzt sich an das Steuer und wir fahren los. \u201eWohin fahren wir?\u201c Wiederum keine Reaktion. Ich respektiere sein Schweigen und sage auch nichts mehr.<\/h6>\n<h6>Doch dann platzt es aus mir heraus. \u201eGlauben Sie an Schicksal? Ich glaube seit heute, seit diesem Moment an Schicksale. Sie sind mein Retter.\u201c Dann nach einer langen Fahrt, stehe ich vor dem Haus meiner Schwester. Sie kommt aus der T\u00fcr heraus und schliesst mich in ihre Arme. \u201eWie bist du denn hierher gekommen? Wer ist die Person in diesem Auto? Dieser Mann sieht aus wie unser Vater.\u201c Erst jetzt, als meine Schwester dies erw\u00e4hnt, erkenne ich die Gesichtsz\u00fcge unseres Vaters. Der Himmel hat mir einen Engel geschickt, meinen Vater, und ich durfte ein paar wundervolle, wenn auch schweigsame Stunden mit ihm verbringen. Ich murmle leise Danke gegen den Himmel und gehe ins Haus hinein. Ich glaube, diesen Tag werde ich mein Leben lang nie mehr vergessen und meinen Enkelkindern noch erz\u00e4hlen.<\/h6>\n<p><span style=\"font-family: comic sans ms,sans-serif; font-size: 14pt;\">Vera<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\t\t<\/div>\r\n\t\t\r\n\t\t\t\t<\/div><!-- .dslc-module -->\r\n\t\t<\/div><\/div><\/div><\/div><input type=\"hidden\" id=\"dslca-post-data-thumb\" value=\"https:\/\/www.wort-reich.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/uyuvm0xcqma-samuel-zeller.jpg\" \/>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sitze im Zug auf dem Weg zu meiner Schwester. Die letzten Tage waren anstrengend und ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass ich noch die Zeit finden w\u00fcrde, um zu ihr zu reisen. Es schneit schon seit Stunden und inzwischen sieht die Landschaft, die an dem verschmierten Zugfenster vorbeihuscht, aus wie in einem M\u00e4rchen. 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